Stein auf Stein zur Sonne

Artikel mit Tag basteleien/mc-givering

Samstag, 18. Oktober 2014

Erweiterung Holzlager

Vorm Winter musste schnell noch mal gebastelt werden. Uns ist nämlich aufgefallen, dass wir doch noch ein wenig mehr Platz zum Lagern von Holz gebrauchen können. Nicht so sehr, weil wir wirklich viel Holz brauchen, aber typischerweise kaufen wir das Holz frisch (weil: billiger) und müssen es einige Zeit zum Trocknen lagern. 2-3 Jahre sollten es schon sein und je nach Holzverbrauch im Winter kommt da schon etwas Platzbedarf zusammen.

Ende vom Lied: Manus Beerensträucher mussten umziehen (deswegen konnte ich erst jetzt anfangen, nach der Ernte) und an ihrer statt steht jetzt ein weiteres Abteil unseres Holzlagers. Diesmal habe ich es hoffentlich richtig gemacht und das Fundament so gestaltet, dass die Mäuse nicht wieder die Erde nach oben wühlen können.

Die Herausforderung diesmal sollte sein: man baue das ganze nur mit Handwerkzeugen (und einem Akkuschrauber. Ich wollte mir nicht wirklich noch einen Handbohrer kaufen). Ich habe mir vor einigen Wochen einen schönen Satz Japansägen gekauft, die nun ihre Vorzüge beweisen sollten. Schauen wir mal:

Holzverbindung am Querbalken
Die kräftigste Verbindung hält das Dach. Der Querbalken liegt zumindest auf einem kurzen Stück komplett auf und wird durch einen massiven Dübel verspannt. Das hält hoffentlich. Gerade Schnitte mit der Japansäge wollen übrigens gelernt sein.
Mehrfach geneigte Zapfenverbindung
Der wahrscheinlich komplizierteste Schnitt: die Verbindung zwischen dem hinteren Dachbalken und der zugehörigen Strebe. Das doofe ist: der Dachbalken liegt um knapp 10° aus der Senkrechten verdreht auf dem Querbalken auf (er folgt der Dachneigung), weswegen die Strebe der gleichen Neigung folgen muss. Hat einige Versuche gedauert, bis die Winkel gestimmt haben.
Eckverbindung zwischen Pfosten und Riegel
Auch die neuen (und alten, aufgearbeiteten von meinem Opa) Stemmeisen sind zum Einsatz gekommen. Meine bisherige Konstruktion der Haltegitter an den Stirnseiten hat sich als zu schwach erwiesen (deswegen werde ich das letzte Abteil des Holzlagers leerräumen und dringend reparieren müssen, bevor das Gitter bricht). Daher diesmal jetzt stabile Riegel, die äußerst stabil in eine Tasche in den beiden Pfosten eingelassen sind.
Der Holzrahmen des Holzlagers
Der Rahmen des Holzlagers fast fertig. Der vordere und hintere Dachbalken sind auf beiden Seiten mit 25-mm Holzdübeln verankert (ich traue an der Stelle einer Schraubverbindung nur bedingt, seitdem es mir beim bestehenden Holzlager schonmal welche abgeschert hat. Kann aber auch ein Konstruktionsfehler gewesen sein.) Die inneren sind mit Schrauben gesichert. Der Überhang am Rand war eine spontane Entscheidung. Man kann nie genug überdachten Platz im Garten haben.
Das Holzlager ist fertig
Und das Dach ist drauf. Das Dach besteht wie schon beim bestehenden Lager aus Bitumenwellplatten. Diesmal sind diese frei über die Balken verschraubt, statt eine komplette Unterkonstruktion aus Brettern zu haben. Sollte ursprünglich billiger sein, kommt aber am Ende quasi auf's gleiche raus. Nach einigem Hin und Her und einigen Fotos konnte mit der Dachdecker meines Vertrauens auch noch zusätzliche der Traufbleche fertigen (ohne Fachbegriffe ist man aufgeschmissen, wenn man beschreiben will, welche man genau braucht), so dass das jetzt alles gut aussieht und hoffentlich wetterfest ist. Fehlt nur noch die Wetterschutzlasur. Kommt noch.

Insgesamt einiges an Arbeit, aber das Ergebnis ist mir den Aufwand wert. Jetzt noch das alte Lager reparieren und dann kann die Lieferung kommen.

Geschrieben von Markus um 21:25 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: ,
Sprache wechseln: English, German

Samstag, 3. Mai 2014

Ein neues Hochbeet

Im letzten Jahr haben wir ja das Hochbeet mehr oder minder als Experiment gebaut. Der Aufwand sollte nicht zu hoch sein (auch finanziell), da wir uns nicht sicher waren, ob das überhaupt was wird und uns Spaß bringt. Nachdem sich das nun doch deutlich bewährt hat, haben wir dieses Jahr ein neues in Angriff genommen, um die Anbaufläche zu verdoppeln. Dankenswerterweise haben unsere Nachbarn schon im Herbst an uns gedacht, als sie einen Strauch gerodet haben, so dass wir eine gute Grundlage in Form von Gestrüpp hatten. Noch unseren Weihnachtsbaum, die Zweige eines bei Oma gefällten Birnbaums, das Gras vom letzten Jahr und der angerottete Kompost dazu und fertig ist die Langzeitdüngung. Die obere Hälfte wird mit der bewährten Mischung aus Kompost (2,50 € für 40 Liter in unserer Kompostanlage nebenan) und Mutterboden aufgefüllt und zuguterletzt mit einer dünnen Schicht Pflanzenerde abgedeckt. Fertig sind zwei zweitere Quadratmeter bequeme (und ertragreiche, wie sich letztes Jahr gezeigt hat) Gemüsebeetfläche.

 Genug Text, hier die Bilder:

Der Arbeitsplatz mit Tauchsäge und Ständerbohrmaschine
Diesmal soll das Beet richtig lang halten. Daher wird es komplett anders konstruiert: keinerlei Holz auf Holz mehr, sondern einzelne Balken mit Abstandsthaltern dazwischen. Die müssen natürlich zugeschnitten und gebohrt werden.

Der Entwurf ist übrigens inspiriert von einem Buch, das wir von unserer Nachbarin geliehen haben. Wir haben's allerdings deutlich vereinfacht, so dass nur noch zwei verschiedene Längen von Balken geschnitten werden müssen.

Nahaufnahme der überlappenden Bilder an der Ecke des Beetes mit Abstandshaltern.
Die Eckverbindung mit Abstandshaltern

Die Verbindung der Balken über Eck geschieht mit senkrecht durchlaufenden M8 Gewindestäben. Davon braucht man an jeder Ecke drei Stück. Der direkt auf der Ecke verbindet jeweils die Wände, während die anderen beiden die abwechselnd zurückgesetzten Balken halten. Dazu müssen eine Menge Löcher passend gebohrt werden. So viele, dass ich mir lieber gleiche eine Schablone gebaut habe, um mir das Einmessen zu sparen. Hat recht gut funktioniert.

Die Balken werden mit je zwei Unterlegscheiben und einem 2cm-Stück Alu-Rohr auf Abstand gehalten. Insgesamt 108 Rohre an den Ecken. Das war eine Menge zu schneiden. Fertige Abstandshalter oder bspw. mehr Unterlegscheiben wären einfacher, aber deutlich teurer.

Am Ende wird die ganze Konstruktion mit zwei Muttern straff zusammengezogen. Das ist bisher absolut stabil. Mal schauen, ob das Holz ggf. noch nachgibt.

Gesamtansicht des Beetrahmens mit Hasendrahrt am Boden
Unten rein wie immer der bewährte Hasendraht gegen Wühlmäuse.

Hier sieht man nochmal sehr schön die Konstruktion mit den drei Gewindestäben über Eck. Die Vereinfachung der Konstruktion hat das Zuschneiden sehr stark vereinfacht. Wir haben einfach 27 Douglasienrahmen in 45x70x2000 mm gekauft. 9 davon wurden in der Mitte geteilt, um die kurzen Seiten zu ergeben. Zusammen mit den Abstandshaltern ergeben die 9 Ringe übereinander eine Gesamthöhe von 79 cm (+ nochmal 2 cm für den Abschlussrahmen, der hier noch fehlt). Ideal zum aufrechten Arbeiten.

Die beiden Hochbeete in der Abendsonne nebeneinander
Fertig ist das Ensemble. Die beiden Hochbeete im Sonnenschein nebeneinander. Während auf dem älteren nun schon wieder Sachen keimen, ist das neue frisch gefüllt und muss nun noch bepflanzt werden.

Insgesamt ist diese Konstruktion etwas teurer, als die vom letzten Jahr, sollte aber im Idealfall 15-20 Jahre halten (wir werden das beobachten, wenn auch möglicherweise nicht darüber bloggen ;-)). Optisch finde ich sie einigermaßen unschlagbar. Ich mag einfach diesen Wechsel von hell und dunkel zwischen Holz und Zwischenraum.

Geschrieben von Markus um 20:23 | Kommentare (3) | Trackbacks (0)
Sprache wechseln: English, German

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Basteleien die x-te

Seit langer Zeit schon liegen im Keller Leimholzplatten aus Buche rum, aus denen eine schlichte Kommode für die Galerie entstehen sollte. Bisher hatten mir Werkzeug und Muße gefehlt, aber nachdem ich mir vor einiger Zeit eine schicke Tauchsäge von Makita gegönnt habe, ist sie jetzt fertig:

Kommode in der Galerie
Möbelbau wird um so einfacher, je klarer die Formen sind. Wie gut, dass ich klare Formen mag.

 Einige Tipps und Tricks habe ich mir bei mehreren Leuten auf YouTube abgeschaut, die teilweise sehr umfangreich über ihre Arbeiten berichten und Sachen erklären. Das dumme daran: da die Videos alle auf Englisch sind, habe ich teilweise echte Probleme, die deutschen Fachbegriffe zu verwenden. Das geht schon beim Versuch los, eine Atemschutzmaske zu kaufen. Die sind nämlich in Deutschland deutlich anders eingeteilt, als in den USA.

 

So, das nächste Projekt ist schon geplant. Nun muss ich nur noch den Materialbedarf berechnen und einkaufen. Bis demnächst dann in diesem Theater...

Geschrieben von Markus um 18:19 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Sprache wechseln: English, German

Dienstag, 19. Februar 2013

Weitere Dinge werden fertig

Es wird einem ja immer gesagt, dass man mit einem Haus nie wirklich fertig wird. Nun, so langsam fange ich an, das zu glauben, aberes soll trotzdem Schritt für Schritt voran gehen. Diesmal auf der Liste der Dinge, die fertig sind: das Gästezimmer und ein Teil der Küchenbeleuchtung.

Panorama des Gästezimmers mit Schrank und Boden.
Das Gästezimmer ist soweit (abgesehen vom Bett, was zwar rausgesucht, aber noch nicht gekauft ist). Klick auf's Bild zeigt eine größere Version.
Blick auf die Arbeitsflächenbeleuchtung am Fenster
Die Arbeitsfläche am Fenster ist nun auch nachts schön hell beleuchtet.
Nahaufnahme der Lampe von außen
Der Hauptteil der Lampe sitzt in der abgehängten Decke. Von außen ist nur die Plexiglasabdeckung zu sehen.
Interessanter Seiteneffekt der Lampenstromversorgung: wenn man das Licht ausschaltet, dann dauert es fast eine Sekunde, bis es auch wirklich alle Glättungskondensatoren etc. entladen hat und ausgeht.

Geschrieben von Markus um 22:40 | Kommentare (3) | Trackbacks (0)
Sprache wechseln: English, German

Dienstag, 22. Januar 2013

Die Küchenbeleuchtung...

...liegt momentan noch im Keller, ist aber zumindest schonmal zusammengebaut. Nachdem ich heute die letzten Bauteile auf der Platine bestückt habe, leuchtet die zukünftige Küchenbeleuchtung jetzt am eigenen Netzteil. Die Platine hat ein Kollege entworfen (danke dafür. Ich kann sowas nicht. Bin dummerweise mehrfach durch E-Technik gefallen). Die Platine kann theoretisch 16 Low- oder 8 High-Power-Kanäle einzeln ansteuern, so dass man auch mehrere LEDs an einer betreiben kann. Ich habe im Moment nur zwei Kanäle belegt um die beiden Spotbeleuchtungen für die Arbeitsplatte zu schalten. Später soll das Ganze mal noch mit einer Mikrocontrollersteuerung versehen werden, die komplexe Schaltmuster ermöglicht. Die Platine ist dafür vorbereitet, im Moment aber im "Strom an = Licht an"-Modus.

So sieht's im Moment noch aus (die freifliegende Verdrahtung wird noch ordnungsgemäß umgebaut und versteckert beim Einbau in die Decke):

Vier LED-Streifen auf Kühlkörpern mit Treiberplatine in der Mitte
Die zukünftige Küchenbeleuchtung noch in Rohform.
Jetzt noch die Deckeneinbauten vorbereiten und dann haben wir auch endlich richtig Licht in der Küche.

Geschrieben von Markus um 22:29 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
Sprache wechseln: English, German

Freitag, 16. November 2012

Klingelbasteleien

So langsam wird eins nach dem anderen. Heute: die Klingel. Wir haben schon vor einiger Zeit von Freunden eine MP3-Klingel geschenkt bekommen. Die wird normalerweise per Funksender ausgelöst und spielt dann ein beliebiges MP3 ab. Nun war mir das mit dem Funksender nix (braucht immer Batterien etc.pp.), weswegen ich das Teil an unseren ganz normalen Klingelschalter hängen wollte.Ein wenig mit dem Multimeter gesucht und schon waren die zwei Pins gefunden, die in der Klingel kurzgeschlossen werden mussten. So weit, so einfach. Dummerweise durften die nicht zu lang kurzgeschlossen werden, weil die Klingel sonst sofort wieder ausgegangen wäre. Hm…

Ich brauche also eine Schaltung, die kurzzeitig einen hohen Stromfluss erlaubt, dann aber wieder trennt. Digitalbasteleien wären zwar auch gegangen, wollte ich aber nicht. Ergo: Grundlagen E-Technik ausgegraben (die waren bei mir sehr weit verschüttet), RC-Glied gebaut. Siehe Bild:

RC-Glied mit parallelem Widerstand zur Impulserzeugung
So bindet man eine MP3-Klingel an einen normalen Schalter an.

Wird der Klingelschalter gedrückt, so fließen für einige Millisekunden mehr als 0,17 mA (die Grenze über der die angebundene Klingelschaltung den Schalter als geschlossen erkennt). Je mehr sich der Kondensator auflädt, desto geringer wird der Stromfluss, bis er am Ende nur noch von den beiden Widerständen bestimmt wird und damit < 0,06 mA ist (das wird von der Klingel sicher als "Schalter offen" erkannt). Wird der Klingelschalter losgelassen, so kann sich der Kondensator über R1 entladen und das Spiel von vorn beginnen. Bisher funktioniert's. Schauen wir mal, wie zuverlässig das auf die Dauer ist.

Danke nochmal an die Freunde und Kollegen, die mir geholfen haben, die passenden Werte für die Bauteile zu bestimmen. Da enden nämlich meine E-Technik-Kenntnisse auch schon wieder.

Geschrieben von Markus um 12:12 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
Sprache wechseln: English, German