Stein auf Stein zur Sonne

Artikel mit Tag heizung/heating

Freitag, 20. März 2015

Sonnenhaus und Sonnenfinsternis

Was macht ein Sonnenhaus eigentlich bei Sonnenfinsternis? Genau das gleiche, wie an einem bewölkten Tag: es steht rum und wartet geduldig auf die Sonne. Allerdings kann man den Verlauf der Sonnenfinsternis ganz schön in der Kollektortemperatur bewundern.

Temperaturverlauf des Kollektors
Kollektor während der Sonnenfinsternis

Der Eintritt unseres Hauses in den Halbschatten fiel zufällig mit dem Anlaufen der Anlage zusammen. Die Spitze hat also nichts mit der Sonnenfinsternis zu tun, sondern ist jeden sonnigen Morgen sichtbar. Dieser steile Abfall passiert einfach dann, wenn nach dem initialen sehr heißen Wasser des Kollektors (der das Anlaufen der Pumpe auslöst) das erste "kühlere" Wasser aus der Vorlaufleitung den Kollektor passiert hat und sich damit das System auf seine momentan mögliche Temperatur einpegelt. Man kann dann sehr schön den Abfall der Kollektortemperatur beobachten, während die Sonnenscheibe immer weiter verdeckt wird (die Pumpe ist im Prinzip gleich wieder ausgegangen, als das System festgestellt hat, dass nicht ausreichend Leistung zur Verfügung steht).

Ich habe mal das Maximum der Verdeckung der Sonnenscheibe markiert. Wie man sieht fällt das nicht mit dem Minimum der Kollektortemperatur zusammen. Da diese ja die gespeicherte Wärme wieder loswerden muss, läuft die Temperatur etwas nach (etwa 15 Minuten). Am Ende kann man dann wieder das Ansteigen der Temperatur beobachten, wenn der Schatten langsam weiter wandert. Der Punkt, den ich mit "Ende" markiert habe, ist nicht tatsächlich das Ende der Sonnenfinsternis gewesen (das war noch etwa 15 Minuten später). An dem Punkt ist allerdings unsere Anlage wieder angelaufen und die Werte haben nichts mehr mit der Schattenmenge zu tun.

Hier noch ein Bildchen, wie die Sonnenfinsternis von unserer Terrasse aus zu sehen war:

Eine zu knapp 74% verdeckte Sonnenscheibe
Maximale Verdeckung von unserer Terrasse aus

Leider wird unser Haus (zumindest zu unseren Lebzeiten) keine totale Sonnenfinsternis mehr erleben. Fänd ich spannend. Die nächste ist aber erst am 3. September 2081. Da wäre ich dann über hundert...

Geschrieben von Markus um 11:26 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Donnerstag, 13. November 2014

Wenn der neue Telefonanschluss die Heizung killt...

Es wird kalt in Deutschland. Das ist jetzt um die Jahreszeit keineswegs ungewöhnlich. Was aber schon ungewöhnlich ist: in unserem Wohnzimmer wird es auch kalt. Dagegen haben wir ja eigentlich die tolle Heizung. Trotzdem beobachten wir seit einigen Tagen, dass es sich im Wohnzimmer kühl anfühlt. Auch der Fußboden ist deutlich kühler, als bspw. in der Küche. Da das zwei unterschiedliche Heizkreise sind, hatte ich schon schlimmste Befürchtungen. Das Thermostat, das Ventil, auf jeden Fall was, was Geld kostet...

Die beste aller Ehefrauen ist heute drauf gekommen: wir haben seit Oktober einen neuen Telefonanschluss. Der ist mit einem neuen Router verbunden (VoIP-Lösung auf Basis von ADSL2+. Das konnte unser alter Router einfach nicht.) Aus Verkabelungsgründen hänger der Router im Wohnzimmer. Ist so ein recht schicker, weißer Telekom Speedport W724V. Tja, und so ein Router produziert etwas Wärme, weswegen man ihn intelligenterweise nicht unter das Heizungsthermostat hängen sollte. Sollte...

Router unter Heizungsthermostat
Tja, dem Thermostat war warm. Uns nicht so. Wir überlegen uns jetzt erstmal eine andere Lösung, während der Router wieder am Boden steht.
Geschrieben von Markus um 16:56 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Sonntag, 4. Mai 2014

Auswertung Heizperiode 2013/2014

Der April ist zu Ende und damit auch die Zeit, die in die Auswertung der Heizsaison fällt. Wir präsentieren daher stolz vermutlich das Heiz-Minimum unserer Anlage, der Winter ja nicht wirklich einer war. Nachdem wir im letzten Jahr also ohne Sonne und arger Kälte vermutlich Heiz-Maximum beobachten könnten, hier als die Werte des heizgünstigen Winters 2013/2014.

Auswertungsgrafik Heizperiode 2013/2014
So sieht ein milder Winter aus.

Zum Vergleich die Vorjahreswerte (siehe auch der Vorjahresartikel dazu):

Erstes Heizen: 9. November 2012
Letztes Heizen: 9. April 2013
Holzverbrauch: 2053 kg
Solarer Ertrag: 1980 kWh

Geschrieben von Manu um 08:06 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Samstag, 27. April 2013

Die Heizperiode ist rum

Mittlerweile sind wir uns einigermaßen sicher, dass die Heizperiode rum ist. Dieser Winter war ja gleich mal der Härtetest. Besonders lang, besonders duster (streckenweise nur die Hälfte der üblichen Sonnenstunden, wie man an einigen Stellen nachlesen konnte) und das Haus hat auch noch erhöhten Heizbedarf, da es noch teilweise trocknet (wurde uns zumindest gesagt. Wirklich Feuchtigkeit gemerkt haben wir nicht.)

So sehen die Ergebnisse der ersten Heizperiode aus:

Diagramm mit Holzverbrauch und solarem Ertrag im letzten halben Jahr
Holzverbrauch und solarer Ertrag in der vergangenen Heizperiode

Kurz und gut: wir sind zufrieden. Holzverbrauch gesamt 2053 kg, oder etwa 3,5-4 Raummeter (2,5-2,8 Festmeter). Das liegt im unteren Bereich der Werte, die Helma immer als Werbezahlen genannt hat. Man muss hier einschränken, dass wir als 2-Personen-Haushalt natürlich etwas weniger Warmwasser verbrauchen, als mit 4 Leuten. Insofern würde ich erwarten, dass das mehr wäre, hätten wir Kinder. Insgesamt haben wir 47 Tage geheizt (das sind im Schnitt 43 kg/Heiztag). Wem das viel vorkommt: der große Ofen lohnt sich erst, wenn man anheizt und dann mehrere Füllungen durchbrennen lässt. Wir haben uns daher angewöhnt, das Holzlager neben unserem Ofen immer gleich komplett zu verfeuern, wenn wir schonmal loslegen.

Ein paar Dinge haben wir im ersten Winter gelernt:

  1. Wir müssen uns noch angewöhnen, das Holz immer rechtzeitig reinzuholen. Evtl. werden wir uns noch ein zweites Holzlager im Keller anlegen. Wenn man nämlich die Scheite von draußen direkt nimmt, dann sind sie kalt und die Luftfeuchtigkeit im Raum kondensiert daran. Damit wird speziell das Anheizen etwas schwierig. Wenn das Holz schon mindestens einen Tag im Haus liegt, tritt dieses Problem nicht auf.
  2. Stichwort "Anheizen": wir sind noch ein wenig in der Experimentalphase. Je nach Wetterlage kann es sinnvoll sein, etwas mehr Papier mit in den Ofen zu werfen, um so erstmal den Zug im Schornstein in Gang zu bringen. Sonst qualmt's ewig nur und es brennt nix beim Anheizen.
  3. Holzgröße: die Scheite, die wir anfangs bestellt haben, sind wohl mehr auf ein schönes Flammenbild ausgelegt (so für den üblichen Wohnzimmerkamin). Die sind etwas klein gespalten gewesen. Damit wird natürlich die Oberfläche größer und der Ofen legt stark an Leistung zu. An sich kein Problem, aber man muss etwas aufpassen, wann man nachlegt, um nicht die Temperatur im Wärmetauscher zu überfahren. Wir haben diesen Winter jedenfalls 3x das Notventil getestet. Funktioniert.
  4. Holz macht Dreck. Wer sich einen Ofen ins Wohnzimmer stellen möchte, sollte das einkalkulieren. Holz krümelt mehr, als wir erwartet haben. Der Dreck beschränkt sich allerdings zum Glück größtenteils auf den Ofenbereich und kann leicht aufgekehrt werden.
  5. Wir hätten im Prinzip jeden Heizabend Leute einladen können. So ein lodernder Ofen ist offenbar nicht nur für uns ein Genuss.

Grundsätzlich ist es so, dass die Ofenheizung die Temperaturen im Speicher im Allgemeinen niedriger hält. Man heizt den Speicher einfach nicht so weit auf, wie das die Sonne tut. Sieht man auch sehr schön im Temperaturdiagramm der Heizungsüberwachung für's letzte Jahr:

Speichertemperaturen seit Juli 2012
Speichertemperaturen im letzten Jahr
An dem Sensor "Speicher unten" sieht man übrigens sehr schön, wann die Sonne geschienen hat. Diese Zone im Speicher kann nämlich mit dem Ofen nicht geheizt werden, damit man immer etwas Reserve hat, wo Sonnenenergie gespeichert werden kann. Immer wenn die mit hochgeht, war's zumindests teilweise die Sonne.

 

Fazit des ersten Winters: wir würden's wieder so bauen. Ich hab mich nicht jedesmal über's Holz holen gefreut, aber im Großen und Ganzen ist's schön.

Geschrieben von Markus um 18:33 | Kommentare (2) | Trackback (1)
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Samstag, 15. Dezember 2012

Zwischenstand Heizung

Wenn ich grad schonmal am Schreiben bin, dann soll hier gleich noch ein Zwischenstand über das Heizen im Winter folgen. Bisher sehen die Werte wie folgt aus:

  • Erster Heiztag: 9.11.
  • Heiztage bisher: 12 (5 davon im November, der Rest im Dezember)
  • Bisher verheizte Holzmenge: 530 kg (Etwas kompliziert umzurechnen, weil das stark von der Restfeuchte abhängt, entspricht in etwa einem Raummeter). Das entspricht etwa einem Brennwert von 2200 kWh.
  • Solare Gewinne in der Heizperiode: 389 kWh (davon der Großteil mit 340 kWh im November)

Wie man sieht liegt natürlich die Hauptlast (vor allem im Dezember) auf der Holzheizung. Bisher sind die Werte im erwarteten Rahmen. Schauen wir mal, wie's am Ende der Heizperiode aussieht. Wir müssen noch ein wenig lernen mit dem Ofen umzugehen. Der hat massiv viel Leistung, was uns schon dreimal dazu gebracht hat, versehentlich das Notventil für Überhitzung auszulösen. Das ist natürlich dann ineffizient, weil dadurch kaltes Frischwasser zur Kühlung erhitzt und dann abgeleitet wird. Nicht nur, dass das dann nichts für den Speicher bringt, nein, das kostet ja auch noch Wasser. Da müssen wir noch üben.

Was sich technisch nicht messen lässt: die Abende vorm Kamin. Sehr angenehm :-) Und die Faszination für die Technik. Der Ofen selbst ist ja völlig passiv, gänzlich ohne elektronische Regelung oder ähnliches. Nur clevere Luftführung. Cooles Spielzeug.

Geschrieben von Markus um 12:09 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Samstag, 10. November 2012

Feuer frei ...

...für unseren Holzofen. Gestern haben wir Freunden, Wein, Eis und wohliger Wärme das erste Mal anheizen genossen. Heute das gleich dann nochmal: gemütlicher Abend mit Spargelcremesuppe, Wein und Muffins. Unser Speicher ist für die nächsten Tage Heizen und Warmwasser wieder gerüstet.

Manu mit Wein vorm Ofen
Gemütliches Feuerchen
Schematische Darstellung der Speichertemperaturen
Steigende Speichertemperaturen dank Holzofen

 

Geschrieben von Manu um 20:04 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Samstag, 11. August 2012

Mehr Platz für's Holz

Dank zwei Urlaubstagen und tatkräftiger Unterstützung haben wir jetzt deutlich mehr Platz um Brennholz zu lagern. Wenn die Verbrauchsangaben von Helma so stimmen, dann sollten wir jetzt mehr als genug für drei Jahre haben. Das Holzlager ist übrigens top geworden, trotz – ich zitiere – "ein Informatiker hat's entworfen, ein Banker und ein Medientechnologe haben's gebaut".

Blick auf das Grundgerüst des Holzlagers und zwei Leute beim Anbringen der Dachbretter
Banker und Medientechnologe beim Nageln des Dachs.
Das fertige Holzlagen im Sonnenuntergang
So sieht's dann in "fast fertig" mit schon etwas Holz aus. (Der Sonnenuntergang wurde mittels DRI aus mehreren Versionen des Ursprungsbildes sichtbar gemacht.)
Zum Ende gab's dann als Zugabe noch lecker Grillgut. Wir sollten mehr so Dingen bauen. Zurück ans Reißbrett…

Geschrieben von Markus um 06:56 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
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Mittwoch, 28. März 2012

Die Heizphase ist vorbei

Es war eine interessante Woche zuletzt. Wenn man das komplette Haus auf 50°C bringen und halten muss, dann reicht die Sonne allein nicht mehr aus. Unser Problem: wir haben den Speicher falsch "benutzt". Die Heizung entnimmt nämlich nur aus den unteren 4 von 5 Schichten die Energie zum Heizen. Die oberste bleibt für Warmwasser reserviert. Das Zuheizen in den Speicher über den Ofen geschieht hingegen immer von oben (das heiße Wasser landet halt da). Das Ende vom Lied: erstmal muss die oberste Schicht ordentlich auf Temperatur sein, bevor man sich an die tieferen wagen kann.

Dummerweise wussten wir das nicht und haben uns daher auf die Kraft der Sonne verlassen. Das ging so lange gut, wie wir nur 30-35°C Vorlauftemperatur in der Heizung gebraucht hatten. Donnerstag/Freitag und über das Wochenende war damit Essig. Die Energie im Speicher hat schlicht nicht ausgereicht.  In der Nacht zum Donnerstag haben wir das erste Mal die eingestellte Vorlauftemperatur unterschritten. Dummerweise reicht es nicht mal eben schnell den Ofen anzuschmeißen, wenn man so eine Menge Wasser erwärmen muss. Da muss man schon mit etwas mehr Geduld ran. Glücklicherweise erlaubt es mir mein Beruf mal von zu Hause zu arbeiten. Ich bin also am Donnerstag früh im Haus geblieben und habe fleißig geheizt. Dank einer Vorlauftemperatur von 40°C war an ein Arbeiten in den beheizten Räumen nicht zu denken. Ich hab mich also in den Keller verzupft. Kein Handy, kein Internet, keine Ablenkung. Ich hab richtig was geschafft. Wir haben dann den Abend noch genutzt um weiter in den Speicher zu heizen und hofften bis Freitag morgen durchzuhalten. Leider, leider: wieder zu wenig. Statt der eingestellten 50°C waren es nur 45. Also Freitag morgen das gleiche Spiel: ich arbeite von zu Hause und heize fleißig. Die 50°C sind dann schnell erreicht (ein Mischer im Heizkreis nimmt das heiße Wasser vom Ofen und bringt damit die Heizung auf Temperatur bevor der Speicher warm wird). Damit war es natürlich endgültig unerträglich im Haus. 50°C bei 100% Luftfeuchtigkeit sind nicht angenehm. Im Keller war's aber wieder schön… Der Abend war wieder von mehreren Stunden Heizen geprägt, so dass wir (auch dank der sonnigen Tage) den Speicher endlich auch in den tieferen Schichten über 50°C hatten und am WE das Heizregime etwas lockern konnten (wenn auch nicht viel). Seit Montag ist das Zuheizen wieder unnötig: die Vorlauftemperatur fällt (heute: 30°C) und der Speicher wird von der Sonne geladen. In der Zwischenzeit haben wir schätzungsweise knapp 1rm Holz verbrannt.

A propos Holz: wir hatten ja extra drei Big Bags mit trockenem Holz (relativ teuer) gekauft um eben das Trockenheizen machen zu können. Tja… Big Bags sind wasserdicht und damit völlig ungeeignet Holz längere Zeit zu lagern. Laut Feuchtemessgerät waren die Stücken dank Schwitzwasser bereits wieder 21% Restfeuchte angekommen und damit zum Heizen völlig ungeeignet. Glücklicherweise ist das frische Holz, was wir bereits vorher eingelagert hatten, nicht ganz so frisch und schon bei guten 13-16%. So hatten wir was zum Heizen.

Die Ofenheizung ist (bei richtiger Bedienung) übrigens sehr faszinierend. Einige Minuten nachdem der Ofen gezündet wurde ist die Nachbrennkammer heiß genug und verbrennt die noch im Abgas vorhandenen Stoffe. Das Resultat: auf dem Schornstein kommt fast nur noch Wasserdampf. Bei 5-10°C Außentemperatur ist der auch nicht mehr zu sehen, so dass man eigentlich nicht mehr feststellen kann, ob wir noch heizen. Kein Vergleich jedenfalls zum doch recht geruchsintensiven Rauch eines klassischen Holzfeuers.

Dank fleißiger Lüftung während der Heizphase ist ein Großteil der Baufeuchte schon raus. Die Wände sind fast komplett trocken und der Folientest (man klebe eine Folie auf den Fußboden und schaue ob sie beschlägt) ist auch zufriedenstellend. Nun noch ein wenig nachtrocknen und wir können die CM-Messung bald beauftragen.

Weil so ein Haus nicht nur innen fertig werden soll, sondern auch außen noch einige Dinge anstehen geht es nun auch da weiter: die Putzer sind wieder da. Innen haben sie ja schon zu unserer Begeisterung gearbeitet. Außen sind wir nun mal gespannt. Die nächsten Tage wird der Grundputz aufgetragen, auf den dann der Edelputz kommt. Für letzteren haben wir uns mittlerweile eine Farbe ausgesucht (bevor jemand fragt: ein sehr helles grün-gelb).

Damit man mal einen Eindruck bekommt, wie das mit dem heizen vonstatten geht hier ein paar Bilder:

Markus beim Befüllen des Ofens.
Fleißig aufgelegt werden will das Holz. Am besten funktioniert das, wenn der Ofen richtig glüht. Daher auch die dynamische Beinstellung: schnell reinwerfen und weg mit dem Gesicht. Die Hitze ist fast unerträglich. Der Ofen wird übrigens vollgekracht bis obenhin und abbrennen lassen. So muss man nicht ständig nachwerfen und er kann sich um die effiziente Luftzufuhr kümmern um sauber zu verbrennen.
Blick in das offene Ofenloch mit Glut
So sieht der Blick in den gut durchgeglühten Ofen aus. Man kann die Hitze fast spüren.
Hinter der Ofentür brennt ein schönes Feuer.
Der Dank der Mühe: ein schönes Feuer, welches den Speicher fleißig aufheizt.
Bild des Thermometers mit angezeigten 46°C.
Das Ende vom Lied: 46°C Lufttemperatur im Haus. Sehr schweißtreibend. Das Maximum lag übrigens noch 2 Grad höher.
Danke übrigens an André für die Fotos. Ich bin in letzter Zeit etwas kamerafaul und er führt gern sein neues Spielzeug aus.

 

Dienstag, 20. März 2012

Der Saunabetrieb ist eröffnet

Wir sollten Eintritt nehmen. Im Moment gleicht unser Haus einer Feuchtsauna. 35°C und 100% Luftfeuchtigkeit machen sich schon bemerkbar. Alle kalten Flächen sind klatschnass. Wir wischen fleißig die Feuchtigkeit auf und lüften um das Haus trocken zu kriegen.

Am Wochenende haben wir testweise mal den Ofen ausprobiert. Ist zwar im Moment noch nicht zwingend notwendig, da wir dank schönem Wetter noch genug Energie von der Sonne abzapfen können, aber wenn's drauf ankommt, dann ist es ganz gut zu wissen, dass das mit dem Ofen klappt. Schließlich soll die Heizung Ende der Woche 50°C bringen und ob dann die reine Sonnenenergie auf die Dauer ausreicht wissen wir noch nicht. Heizen ist durchaus noch gewöhnungsbedürftig, da wir den Ofen noch nicht so 100% im Griff haben. Wir müssen noch ein wenig was über die Anlage lernen um die maximale Effizienz zu erreichen. Die Sonne ist da einfacher…

Am Wochenende haben wir außerdem mal ein wenig mit den aus dem Abraum gesammelten Sandsteinen gebastelt. Wenn wir den Deckel unserer Zisterne öffnen, dann liegt der immer im Schlamm. Den Schlamm nimmt er dann dummerweise mit und versenkt ihn in der Zisterne, wenn wir den Deckel wieder schließen. Um das zu vermeiden haben wir uns eine Fläche aus Sandsteinen gelegt. Schonmal üben für die Terrasse.

Blick auf den Zisternendeckel mit einer Sandsteinfläche daneben
Eine Fläche aus Sandsteinen gegen den Schlamm

Geschrieben von Markus um 22:05 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
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Donnerstag, 15. März 2012

Es wird wärmer

Während der Speicher weiter vor sich hin heizt (51°C heute nach dem Sonnentag schon) wird alles soweit vorbereitet, dass wir mit dem Aufheizen des Estrichs beginnen können. Die Heizungsanlage im Keller steht an ihrem endgültigen Platz, die Hitzeschutzwand hinter dem Ofen ist fertig. Morgen wird der Ofen wieder angeschlossen und kann dann hoffentlich in Betrieb genommen werden (wenn wir den Schornsteinfeger zwecks Abnahme rankriegen). Für ein paar Eindrücke hier wieder Bilder:

Blick in den heizungskeller mit Speicher und Technik
Einmal die komplette Heizungsanlage. Die Ausdehnungsgefäße rechts stehen jetzt noch ein klein wenig woanders, so dass wir wieder ans Fenster kommen.
Schamottwand hinter dem Ofen
Die hitzefeste Wand hinter dem Ofen. Wird man später mal nicht mehr sehen.

Blick aus dem Keller ins Treppenhaus
Blick ins Treppenhaus mit einem Weitwinkel. Unser Besuch hatte sein 11-16mm Weitwinkel dabei und hat interessante Fotos gemacht.

Manu beim Abwischen der Fenster
Unsere Beschäftigung seit einiger Zeit: Fenster (und Folie) trockenwischen um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu kriegen

Geschrieben von Markus um 22:49 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Freitag, 9. März 2012

38°C

... und es wird noch heißer...

Bei uns ist der Sommer ausgebrochen. Zumindest im Inneren unseres Wärmespeichers. Seit Mittwoch Nachmittag sammelt er fleißig Sonne - ungeachtet des kurzen Winterintermezzos gestern.

Grafik mit den stiegenden Temperaturen im Speicher

Geschrieben von Manu um 21:53 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Mittwoch, 7. März 2012

Inbetriebnahme der Heizung und andere Fortschritte

Es geht wieder in großen Schritten voran. Nachdem der Estrich betret- und belastbar ist sind die Leute wieder fleißig am Werkeln. Die Elektriker haben die Steckdosen und Lichtschalter gesetzt. Die Heizungsbauer haben den Ofen montiert und an den Speicher angeschlossen (auch wenn der momentan noch nicht benutzbar ist). Zu diesem Zweck haben sie einen riesigen Deckendurchbruch unterm Ofen gebohrt. Der Ofen ist ja ein Holzvergaserkamin, der eine gute Zuluft braucht. Die wird unter der Kellerdecke von draußen reingeholt. Naja und irgendwie muss die dann nach oben um an den Ofen im Wohnzimmer zu kommen. Der ist übrigens ein ziemlich mächtiger Brocken…

Außerdem wurde heute der Speicher mit Wasser gefüllt und hat laut Anzeige schon 1,7kWh Wärme vom Dach gesammelt, was sich in einer Erwärmung des oberen Bereiches auf 18°C ausdrückt. In unserem Flur stehen momentan zwei große Ausgleichsbehälter, die noch an die Heizung müssen. Das bringt unsere Planung mit dem Heizungsraum etwas durcheinander. Bisher war nämlich nur von einem Gefäß die Rede. Mal schauen, wie wir das nun sortieren, damit auch die Waschmaschine noch in den Raum passt.

Die Trockenbauer haben angefangen die Ständer für verschiedene Vorbauwände zu stellen. Da müssen wir im Bad auch nochmal reden, weil sie mit dem Abstand etwas großzügig waren und so unser Badmöbel nicht mehr passen würde. Naja, wird alles noch geklärt.

Insgesamt geht es gut voran und wir schauen doch etwas optimistischer auf den Einzugstermin. Die Wohnung ist zu Ende Mai gekündigt, so dass es hoffentlich gut klappt. Etwas viel Feuchtigkeit ist noch im Haus, aber die werden wir auch noch los.

Blick auf den Querschnitt der Decke
Der Estrich von der Seite. Oben die Estrichplatte, darunter die Lage Styropor auf der die Heizschlangen liegen (die jetzt im Estrich eingegossen sind) und darunter die Betondeckenplatte.
Blick auf den Holzvergaserkessel
Unser Kaminofen. Ein ziemlicher Brummer. Damit er am Ende nicht mehr so häßlich aussieht wird er eingemauert.
30cm Deckendurchbruch unter dem Ofen
Ein großer Ofen braucht große Zuluft. Die kommt von unten aus dem Keller, wo das Rohr unter der Kellerdecke nach draußen geht.

 

Montag, 20. Februar 2012

Fußbodenheizung begonnen

Endlich wieder Fortschritt! Nachdem es seit einigen Tagen wieder wärmer ist haben die Heizungsbauer ihr Werk wieder aufgenommen und angefangen die Heizschlangen für die Fußbodenheizung einzubauen. Galerie und ein Kinderzimmer sind bereits verlegt. Die Dinger liegen ganz schön dicht. Hätte ich weiter getrennt erwartet.

Wie uns erklärt wurde ist der bestimmende Faktor die Länge der Leitung, die im Raum verlegt ist. Diese bestimmt wieviel Leistung die Heizung in den Raum abgeben kann. Zum Problem wird das dann, wenn bspw. ein Badezimmer belegt werden soll. Dort sind ja viele Flächen, die nicht belegt werden können (Badewanne, evtl. Dusche etc.). Da wird es dann wohl für die Heizungsbauer manchmal kompliziert die notwendige Länge unterzubringen, weil wohl die Heizschlangen nicht beliebig dicht gelegt werden können.

Damit man mal sieht, wovon ich rede, hier ein Foto:

Blick in die Galerie mit den Heizschlangen der Fußbodenheizung
Keine große Spule, sondern unsere Heizung.

 

Geschrieben von Markus um 21:49 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Samstag, 4. Februar 2012

Kalt ist es...

...noch, wie man sagen muss. Die Heizungsbauer haben nämlich gerade begonnen die Bodenisolierung einzubauen. Nicht mehr lang und wir können tatsächlich das Haus auf Temperatur bringen. Bevor das allerdings so weit ist legt der Winter nochmal ordenlich vor und alles rundrum friert ein. Nach bisheriger Planung hätte nächsten Freitag der Estrich kommen sollen. Allerdings wird das aller Wahrscheinlichkeit nach nix werden. Im Haus könnte man zwar problemlos für die notwendige Wärme sorgen, allerdings muss die Mischmaschine für den Estrich draußen aufgestellt werden und da sind die Minusgrade dann ein Problem. Da friert das Wasser ein, bevor es wirklich losgehen kann. Warten wir's also mal ab.

Blick ins Wohnzimmer mit dem Styropor auf dem Boden
Etwas empfindlicher Boden: Styropor als Trittschalldämmung unter der Fußbodenheizung.
Im Regenfass ist das Wasser schon zu 2/3 durchgefroren.
Der Frost ist fleißig: das Regenfass ist fast komplett durchgefroren.

Wir hatten gestern abend noch eine Überraschung:vor unserer Einfahrt steht ein Verkehrsschild, oder korrekterweise: stand ein Verkehrsschild. Irgendwer (wir sind noch nicht ganz sicher, wer) hat das Ding umgefahren. Es ist sauber über der Erde um 90° abgeknickt und liegt flach in unserer Einfahrt. Links und rechts davon im Schnee die Spuren von einem LKW. Da müssen wir mal rausfinden, wie das passiert ist und der Gemeinde bescheidsagen.

Das umgefahrene Verkehrsschild in unserer Einfahrt
Links eine Reifenspur, rechts eine Reifenspur (beide im Bild nicht zu erkennen) und in der Mitte: ein Schild. So soll das eigentlich nicht aussehen.

Geschrieben von Markus um 14:55 | Kommentare (3) | Trackbacks (0)
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