Ein neues Hochbeet

Stein auf Stein zur Sonne

Samstag, 3. Mai 2014

Ein neues Hochbeet

Im letzten Jahr haben wir ja das Hochbeet mehr oder minder als Experiment gebaut. Der Aufwand sollte nicht zu hoch sein (auch finanziell), da wir uns nicht sicher waren, ob das überhaupt was wird und uns Spaß bringt. Nachdem sich das nun doch deutlich bewährt hat, haben wir dieses Jahr ein neues in Angriff genommen, um die Anbaufläche zu verdoppeln. Dankenswerterweise haben unsere Nachbarn schon im Herbst an uns gedacht, als sie einen Strauch gerodet haben, so dass wir eine gute Grundlage in Form von Gestrüpp hatten. Noch unseren Weihnachtsbaum, die Zweige eines bei Oma gefällten Birnbaums, das Gras vom letzten Jahr und der angerottete Kompost dazu und fertig ist die Langzeitdüngung. Die obere Hälfte wird mit der bewährten Mischung aus Kompost (2,50 € für 40 Liter in unserer Kompostanlage nebenan) und Mutterboden aufgefüllt und zuguterletzt mit einer dünnen Schicht Pflanzenerde abgedeckt. Fertig sind zwei zweitere Quadratmeter bequeme (und ertragreiche, wie sich letztes Jahr gezeigt hat) Gemüsebeetfläche.

 Genug Text, hier die Bilder:

Der Arbeitsplatz mit Tauchsäge und Ständerbohrmaschine
Diesmal soll das Beet richtig lang halten. Daher wird es komplett anders konstruiert: keinerlei Holz auf Holz mehr, sondern einzelne Balken mit Abstandsthaltern dazwischen. Die müssen natürlich zugeschnitten und gebohrt werden.

Der Entwurf ist übrigens inspiriert von einem Buch, das wir von unserer Nachbarin geliehen haben. Wir haben's allerdings deutlich vereinfacht, so dass nur noch zwei verschiedene Längen von Balken geschnitten werden müssen.

Nahaufnahme der überlappenden Bilder an der Ecke des Beetes mit Abstandshaltern.
Die Eckverbindung mit Abstandshaltern

Die Verbindung der Balken über Eck geschieht mit senkrecht durchlaufenden M8 Gewindestäben. Davon braucht man an jeder Ecke drei Stück. Der direkt auf der Ecke verbindet jeweils die Wände, während die anderen beiden die abwechselnd zurückgesetzten Balken halten. Dazu müssen eine Menge Löcher passend gebohrt werden. So viele, dass ich mir lieber gleiche eine Schablone gebaut habe, um mir das Einmessen zu sparen. Hat recht gut funktioniert.

Die Balken werden mit je zwei Unterlegscheiben und einem 2cm-Stück Alu-Rohr auf Abstand gehalten. Insgesamt 108 Rohre an den Ecken. Das war eine Menge zu schneiden. Fertige Abstandshalter oder bspw. mehr Unterlegscheiben wären einfacher, aber deutlich teurer.

Am Ende wird die ganze Konstruktion mit zwei Muttern straff zusammengezogen. Das ist bisher absolut stabil. Mal schauen, ob das Holz ggf. noch nachgibt.

Gesamtansicht des Beetrahmens mit Hasendrahrt am Boden
Unten rein wie immer der bewährte Hasendraht gegen Wühlmäuse.

Hier sieht man nochmal sehr schön die Konstruktion mit den drei Gewindestäben über Eck. Die Vereinfachung der Konstruktion hat das Zuschneiden sehr stark vereinfacht. Wir haben einfach 27 Douglasienrahmen in 45x70x2000 mm gekauft. 9 davon wurden in der Mitte geteilt, um die kurzen Seiten zu ergeben. Zusammen mit den Abstandshaltern ergeben die 9 Ringe übereinander eine Gesamthöhe von 79 cm (+ nochmal 2 cm für den Abschlussrahmen, der hier noch fehlt). Ideal zum aufrechten Arbeiten.

Die beiden Hochbeete in der Abendsonne nebeneinander
Fertig ist das Ensemble. Die beiden Hochbeete im Sonnenschein nebeneinander. Während auf dem älteren nun schon wieder Sachen keimen, ist das neue frisch gefüllt und muss nun noch bepflanzt werden.

Insgesamt ist diese Konstruktion etwas teurer, als die vom letzten Jahr, sollte aber im Idealfall 15-20 Jahre halten (wir werden das beobachten, wenn auch möglicherweise nicht darüber bloggen ;-)). Optisch finde ich sie einigermaßen unschlagbar. Ich mag einfach diesen Wechsel von hell und dunkel zwischen Holz und Zwischenraum.


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Kommentare
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#1 - lineover 19.05.2014 16:16 -

Sehr Schön gemacht! Aber sicherlich Haufen Arbeit mit Vorbohren. Aber es hat mich da auch schon auf eine Idee gebracht. Frage 1: Was hast du als Abstandshalter genommen? Frage 2: Wie hast du die Innenseiten ausgekleidet, nur mit Kaninchendraht oder noch irgendeine Folie (Die Bilder sehen fast danach aus)

#1.1 - Markus 19.05.2014 22:52 -

Ich habe mir eine kleine Schablone gebaut, wo ich die Balken anlegen konnte. Das beschleunigt das Vorbohren ganz erheblich. Eine Ständerbohrmaschine ist auch sehr hilfreich. Insgesamt würde ich sagen, habe ich vielleicht 30-40 Minuten an der Bohrmaschine zugebracht. Die Abstandshalter sind 2 cm lange Stücken eines Alurohrs. War etwas aufwändig zu schneiden, aber dafür die billigste schicke Variante. Oben und unten jeweils noch eine Unterlegscheibe, damit das Holz ein wenig Auflagefläche hat. Die Innenseite ist nur unten mit Hasendraht gegen Mäuse geschützt. Da wir die Erde eh vom Holz fernhalten müssen, da es sonst wegfault, sind die Wände mit Noppenbahn verkleidet. Die Noppen zum Holz, damit das Wasser gleich abläuft und das Zeug schnell trocknet. Hindert natürlich auch die Erde an der Flucht ;-)

#2 - lineover 19.05.2014 16:20 -

Done very nicely! I'm sure it was a lot of work with the drilling of the holes. But it already gave me some idea. Question 1: What did you use as spacer? Question 2: How did you cover the inside of the panels? Just some chicken wire or some additional sheeting (the pictures almost seem to look like it)


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